Rechtschreibung online prüfen

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Rechtschreibung online prüfen

Jeder gibt wohl ab und zu einen Begriff in eine Suchmaschine ein, um die richtige Schreibweise zu finden. Das ist kein Wunder. Die deutsche Sprache ist eine sehr komplexe Sprache mit vielen Rechtschreibregeln, Ausnahmen und einer vergleichsweise schwierigen Grammatik. Die Rechtschreibreform im Jahr 1996 mit ihren Überarbeitungen in den Jahren 2004, 2006, 2011 und 2017 hat die Verwirrung um die richtige Schreibweise von Wörtern teilweise noch verstärkt. Wer hin und wieder das Internet zurate zieht, braucht sich also nicht zu schämen.

Gezielte Rechtschreibprüfung ist ein gutes Zeichen

Wer die Rechtschreibung einzelner Wörter im Internet nachschlägt, zeigt damit, dass er die Fähigkeit besitzt, zu erkennen, mit welchen Wörtern man Schwierigkeiten hat. Das ist deutlich besser, als wahllos eine der Schreibweisen zu Papier zu bringen und am Ende einen fehlerbehafteten Text geschrieben zu haben. Es gibt immer wieder Zweifelsfälle, die sogar Schreiber mit sehr guter Rechtschreibung im Wörterbuch oder online nachschlagen müssen. Dies hängt auch damit zusammen, dass es bei vielen Wörtern verschiedene Schreibweisen gibt. So können nach der Rechtschreibreform beispielsweise folgende Wörter unterschiedlich geschrieben werden, wobei beide Schreibweisen als korrekt gelten: "Portemonnaie" oder "Portmonee", "Albtraum oder Alptraum", "in Frage kommen" oder "infrage kommen" oder auch "kennen lernen" oder "kennenlernen", um nur einige zu nennen.

Wie soll ich am besten vorgehen?

Eine Möglichkeit ist, dass man online gezielt nach einem Begriff sucht und in die Suchmaschine das entsprechende Wort und „korrekte Rechtschreibung“ eingibt. Auf den dann erscheinenden Seiten ist die richtige Schreibweise leicht zu finden. 

Es gibt aber auch zahlreiche Online-Tools, bei denen man Wörter, Sätze und sogar längere Texte in ein Feld eintippen und einer Rechtschreibprüfung unterziehen kann. Die falsch geschriebenen Wörter werden dann markiert beziehungsweise die richtige Schreibweise vorgeschlagen. Das erscheint einfacher, ist jedoch weniger empfehlenswert. Beim Suchen des Wortes über eine Suchmaschine besteht die Chance, dass für die Schreibung eine Erklärung geliefert wird, die es einem leichter macht, sich die richtige Schreibweise zu merken. Bei einer einfachen Rechtschreibprüfung ist das nicht der Fall.

Außerdem verleiten Programme und Online-Tools zur Rechtschreibprüfung dazu, ihnen blind zu vertrauen und sich beim Verfassen von Texten nicht mehr selbst um die Rechtschreibung zu kümmern. Darunter leiden die eigenen Rechtschreibfähigkeiten, was problematisch ist, weil Programme beziehungsweise Tools zur Rechtschreibprüfung nicht immer und überall verfügbar sind. Außerdem sollte man bedenken, dass sie nicht perfekt funktionieren und menschliche Rechtschreibfähigkeiten noch lange nicht ersetzen können.

Die Tücken der Rechtschreibprüfung

Wer einen Text am PC schreibt und die Rechtschreibprüfung seines Textverarbeitungsprogramms aktiviert, läuft Gefahr, sich darauf zu verlassen, dass das Programm alle Rechtschreibfehler findet, markiert, Korrekturen anbietet und der korrigierte Text schließlich fehlerfrei ist. Leider ist das oft nicht der Fall. Verfahren zur Rechtschreibprüfung werden zwar immer besser, aber nach wie vor haben sie mit bestimmten Inhalten große Schwierigkeiten. Das liegt vor allem daran, dass komplexere Zusammenhänge in der Sprache beziehungsweise der Grammatik oft nicht erkannt werden. Hiervon hängt aber nicht selten die Rechtschreibung ab.

Dazu gehören zum Beispiel die Groß- und Kleinschreibung bei Substantivierungen von Adjektiven und Verben (z. B. „viel Schönes“). Auch ob der richtige Kasus (z. B. „dem Lesen“ oder „des Lesens“) gewählt und die Satzzeichen richtig gesetzt wurden, kann die Rechtschreibprüfung häufig nicht zuverlässig ermitteln. Die Rechtschreibprüfung kann vor allem überprüfen, ob die Wörter, wie sie im Text geschrieben sind, existieren.

Selbst tätig werden

Es ist leicht, online oder im Textverarbeitungsprogramm auf „Rechtschreibprüfung“ zu klicken und darauf zu hoffen, dass die vom Programm vorgeschlagenen Korrekturen im Bereich Rechtschreibung und Zeichensetzung automatisch richtig sind. Der bessere Weg ist es aber, selbst nachzudenken, sich um eine gute Rechtschreibung zu bemühen und Tools zur Unterstützung nur in echten Zweifelsfällen zu nutzen. Wer das Gefühl hat, dass er hierfür beim Schreiben zu unsicher ist, sollte über eine Förderung im LOS nachdenken, die ihm dabei hilft, seine Rechtschreibung systematisch zu verbessern. Auch Erwachsene können mit der passenden Methode große Erfolge erzielen.