Nachhilfe-Preise

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Kosten für Nachhilfe und Förderung

Viele Anbieter mit unterschiedlichen Konzepten

Wer für sein Kind eine Förderung im Lesen und Schreiben sucht, findet eine Fülle von Angeboten mit unterschiedlichsten Konzepten. Es ist verständlich, dass für Eltern neben der Wirksamkeit der Förderung auch der Preis ein entscheidender Faktor bei der Auswahl des Förderinstituts ist. Manche gehen sogar gar nicht erst auf die Suche nach der passenden Förderung, weil sie eine jahrelange finanzielle Belastung fürchten. Grundsätzlich kann gesagt werden: Wenn die richtige Förderung ausgewählt wird, ist dies eine Investition in die Zukunft des Kindes, die sich bezahlt macht. Für eine positive berufliche Perspektive sind gute Lese- und Rechtschreibkenntnisse nämlich unabdingbar. Trotzdem sollten beim Thema Kosten einige Dinge beachtet werden, damit sich die Investition auch wirklich lohnt.

Echte Förderung statt Nachhilfe

Worauf Eltern bei der Auswahl achten sollten

Geringe monatliche Kosten für Nachhilfeunterricht sind auf den ersten Blick verlockend. Für vergleichsweise wenig Geld wiederholt der Nachhilfelehrer mit dem Schüler den aktuellen Schulstoff und hilft ihm beim Lernen und bei den Hausaufgaben, vielleicht sogar bei dem betroffenen Kind zu Hause. Für junge Menschen mit Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten ist das keine nachhaltige Hilfe. Die Ursache von Problemen beim Lesen und Schreiben liegt in nicht vollzogenen Lernschritten beim Schriftspracherwerb. Diese müssen systematisch nachgeholt werden, damit sich die Kompetenzen der Kinder und Jugendlichen verbessern. Richtige Förderung verfolgt genau dieses Ziel, indem sie dem Kind professionell hilft, Rechtschreibstrategien zu entwickeln, einzuüben und zu automatisieren. Ein privater Nachhilfelehrer kann das nicht leisten. Bloßes Wiederholen des aktuellen Schulstoffes, wie es bei einfacher Nachhilfe stattfindet, reicht hier nicht aus. Die Ursache für die Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten – die nicht vollzogenen Lernschritte –  bleibt auch bei einer privaten oder professionellen Nachhilfe weiter bestehen.

Es muss auch bedacht werden, dass Nachhilfelehrer meist (noch) nicht über eine pädagogische Qualifikation verfügen. Oft wird Nachhilfe beispielsweise von Studenten oder sogar älteren Schülern erteilt. Es gibt allerdings durchaus auch Situationen, in denen Nachhilfe durch gute Nachhilfelehrer sinnvoll sein kann. Nachhilfe bietet sich zum Beispiel dann an, wenn ein Schüler aufgrund längerer Krankheit Unterrichtszeit verpasst hat, die durch Nachhilfe aufgeholt werden soll. Auch wenn ein Schüler zum Beispiel in Mathe gute Noten hat, aber bei einem einzelnen Thema, beispielsweise beim Bruchrechnen, Schwierigkeiten hat, kann ein Lehrer durch Mathe-Nachhilfe beim Verstehen helfen. Hat das Kind jedoch grundlegende Schwierigkeiten in Mathe, Deutsch oder anderen Fächern, liegt oft eine unerkannte LRS zugrunde, die therapiert werden muss. Dann sind übliche Nachhilfestunden der falsche Weg. In einem solchen Fall benötigen Betroffene nach einer umfassenden Diagnostik eine qualifizierte pädagogische Förderung, um die Defizite nachhaltig aufzuarbeiten.

Preiswert oder billig?

Erfolgsfaktor Intensität

Bei Nachhilfe als Einzelunterricht liegt der Preis pro privater Nachhilfestunde meist höher als bei einer Förderung in Form von Gruppenunterricht. Trotzdem kostet eine herkömmliche Nachhilfe insgesamt monatlich oft etwas weniger als eine wirksame pädagogische Förderung, weil der Nachhilfeunterricht meist nur an ein bis zwei Stunden pro Woche stattfindet. Abgesehen von den fachlichen Gründen, die gegen Nachhilfe sprechen, ist das schlicht zu wenig. Es hat sich herausgestellt, dass sich positive Ergebnisse nicht bei einer Stunde oder gar 45 Minuten wöchentlicher Förderung einstellen, sondern dass erst ein intensives Training von mindestens zweimal zwei (Unterrichts-)Stunden pro Woche nachhaltigen Erfolg bringt. 

Ähnlich wie im Sport lassen sich bessere Leistungen nur dann dauerhaft erzielen, wenn ein gewisser Mindestumfang an Training eingehalten wird. Das bedeutet selbst für Freizeitsportler bei den meisten Sportarten mindestens zweimal Training pro Woche. Wer zweimal pro Woche jeweils eineinhalb Stunden mit einem ausgebildeten Fußballtrainer trainiert, verbessert sich schneller und nachhaltiger als jemand, der nur einmal pro Woche für 45 Minuten mit seinen Freunden auf dem Bolzplatz spielt. Darauf sollte auch bei der Wahl der richtigen Förderung geachtet werden. Mit einem etwas höheren finanziellen Aufwand können Eltern eine wirklich wirksame, intensive Förderung für ihr Kind erhalten, die dessen Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten nachhaltig beseitigt.

Letztlich gilt bei der Suche nach der passenden Förderung das, was auch für die Nachhilfe gilt: Auch die günstigste Förderung ist zu teuer, wenn sie nicht die gewünschten Ergebnisse erzielt und Schülern nicht langfristig helfen kann. Deshalb sollte neben dem Preis immer auch die Methode überprüft werden, nach der das jeweilige Institut arbeitet. Hierzu sollten Eltern vor Beginn der Förderung einige Fragen stellen: Basiert die Förderung auf einer wissenschaftlichen Grundlage? Wird vor der Förderung durch einen standardisierten Test ermittelt, in welchen Bereichen die Schwierigkeiten des Kindes liegen? Findet die Förderung in Kleingruppen und mindestens zweimal zwei Stunden pro Woche statt?

Wie sehen die Preise für eine gute Förderung aus?

Stundensätze können unterschiedlich sein

Auch bei Förderungen, auf die diese Kriterien zutreffen, unterscheiden sich die Preise pro Unterrichtsstunde, selbst innerhalb des LOS-Verbunds. Die LOS fördern Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten an den Standorten in Deutschland und Österreich nach einheitlichen Qualitätsstandards und nach derselben Methode. Sie setzen dieselben Materialien und Computerprogrammen ein und arbeiten in kleinen Gruppen nach einem individuellen Förderplan, der genau auf die Bedürfnisse des einzelnen Kindes zugeschnitten ist. Die Preise pro Unterrichtsstunde werden allerdings nicht zentral, sondern von jedem LOS selbst festgelegt. Sie sind abhängig von verschiedenen Faktoren wie etwa Standort, Förderdauer und Intensität. Grundsätzlich sollten Eltern für eine pädagogische Förderung ihres Kindes im LOS mit Kosten pro Monat von ca. 250 Euro rechnen.

Ob beziehungsweise in welchen Bereichen das Kind Förderung benötigt, ermittelt die Institutsleitung zunächst mit dem diagnostischen Online-Rechtschreibtest schreib.on. Dieser dauert etwa 30 Minuten und ist – ebenso wie das ausführliche Beratungsgespräch – im LOS kostenlos. Detaillierte Informationen zu Test,  Beratungsgespräch und Kosten erhalten Eltern bei ihrem LOS vor Ort.