Legasthenie-Test

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Legasthenie-Test

Was ist Legasthenie und woran kann man sie erkennen?

Unter Legasthenie versteht man eine Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS). Die Schwierigkeiten, die Kinder beim Lesen und Schreiben haben, erkennen Eltern und Lehrer meist im Alltag. Betroffene Kinder und Jugendliche lesen langsam und stockend. Außerdem machen sie viele Rechtschreibfehler. Oft haben Kinder mit Legasthenie durch ihre Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten in der Schule Probleme in unterschiedlichen Fächern. Auch privat lesen und schreiben sie nicht gerne. Eltern erkennen diese Symptome meist, wissen aber nicht, wie sie diese einordnen sollen. Wie lassen sich Legasthenie und LRS also zuverlässig erkennen oder testen?

Umstritten: der IQ-Test bei Legasthenie

Förderung keine Frage der Intelligenz

Nach Definition der Weltgesundheitsorganisation liegt eine Legasthenie vor, wenn die Lese- und Rechtschreibleistungen eines Kindes unter dem Niveau liegen, das für sein Alter und seine Intelligenz normal wären. Folglich müssten neben dem Alter zwei Dinge ermittelt werden: die Rechtschreibleistungen des Kindes und seine Intelligenz. Das geschieht mithilfe eines Tests, der den Intelligenzquotienten des Kindes abbildet. Eine Legasthenie liegt definitionsgemäß nur dann vor, wenn das Kind viele Rechtschreibfehler macht, aber über eine im Vergleich dazu hohe Intelligenz verfügt. Dies wird in der Wissenschaft als IQ-Diskrepanzkriterium bezeichnet. Das IQ-Diskrepanzkriterium ist umstritten, weil weniger intelligente Kinder hiernach nicht an einer Legasthenie leiden können, obwohl sie große Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben haben. 

Auch auf eine Therapie der Legasthenie beziehungsweise LRS hat die Intelligenz keine Auswirkungen. Für unterschiedlichste Gruppen mit Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten haben sich die gleichen Methoden als wirksam erwiesen. Es ist deshalb fraglich, ob Eltern sich und ihre Kinder mit einem Test aufhalten sollten, der für die Beseitigung des Problems nicht von Bedeutung ist und das Kind vielleicht sogar verunsichert.

Für bestimmte Maßnahmen in der Schule und für die Förderung ist es allerdings notwendig, dass die Legasthenie offiziell bescheinigt wird. Insbesondere die Kostenübernahme für die Therapie wird betroffenen Kindern meist nur gewährt, wenn zu einer starken psychischen Beeinträchtigung durch die Legasthenie auch deren ärztlicher Nachweis vorliegt. Zur ärztlichen Diagnose von Legasthenie gehört aber noch immer ein IQ-Test. Im Ausnahmefall kann es also sinnvoll sein, bei legasthenen Kindern einen IQ-Test durchführen zu lassen, auch wenn er in erster Linie formale Bedeutung hat.

In Ausnahmefällen müssen Eltern ihr Kind von einem Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie, an einem Sozialpädiatrischen Zentrum, von einem approbierten Psychologischen Psychotherapeuten oder einem approbierten Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeuten untersuchen und die Legasthenie bestätigen lassen.

Der beste Weg: ein pädagogischer Test auf Legasthenie

Legasthenie-Test als erster Schritt

Die erste Anlaufstelle bei einer Legasthenie ist ein seriöses Förderinstitut. Erfahrene Pädagogen und Therapeuten können dort beurteilen, ob eine ärztliche Diagnose individuell hilfreich ist. Außerdem können sie gut einschätzen, ob die Probleme des Kindes behandelt werden müssen. In jedem Fall sollten Eltern keine Zeit verlieren und bei ersten Hinweisen auf eine Legasthenie Experten für LRS aufsuchen. Denn für die Beseitigung der Probleme ist vor allem eines wichtig: die Legasthenie überhaupt zu erkennen und richtig einzuschätzen.

Am Anfang einer wirksamen Therapie steht deshalb eine gewissenhafte Diagnose. In den LOS werden Kinder im Rahmen eines unverbindlichen Beratungsgespräches kostenlos getestet. Zum Einsatz kommt dabei der wissenschaftlich fundierte Online-Rechtschreibtest schreib.on. Er testet die Lese- und Rechtschreibkenntnisse des Kindes und bewertet diese innerhalb kürzester Zeit mit einem ausführlichen Gutachten.

Ermittlung der nicht vollzogenen Lernschritte

Das Besondere ist, dass der Test nicht nur die Zahl der Fehler ermittelt, sondern mit unterschiedlichen Aufgabenformaten arbeitet und die Stärken und Schwächen des Kindes identifiziert. So lässt sich genau sehen, in welchen Bereichen das Kind gefördert werden muss und was es bereits gut kann. Weil sich anhand des Ergebnisses ein konkreter Plan für die Förderung entwickeln lässt, ist er einem bloßen IQ-Test weit überlegen. Außerdem überprüfen die LOS mit dem LRS-Test in regelmäßigen Abständen den Erfolg der individuellen Förderung. 

Für eine wirksame Förderung ist nämlich genau das wichtig, damit nicht vollzogene Lernschritte im Schriftspracherwerb systematisch nachgeholt werden können. Das Etikett "Legasthenie" ist dabei eher Hindernis als Hilfe, weil es den Eindruck erweckt, das Kind sei krank und könne seine Leistungen deshalb nicht verbessern. Mit einer passenden Therapie in einem LOS können Legastheniker in der Schule aber große Fortschritte machen und sogar den Anschluss an ihre Altersgenossen schaffen. Auch Kinder mit Legasthenie können es durch konsequente Förderung schaffen, gut lesen und schreiben zu lernen. Der Erfolg der LOS-Förderung beruht auf speziell entwickelten Fördermaterialien und -programmen, kompetenten Lehrkräften sowie der langjährigen Erfahrung im Bereich der LRS-Therapie.