LOS-Lernsoftware

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Welche Lernsoftware ist bei Legasthenie geeignet?

Viele Anbieter versprechen, Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben mithilfe einer Lernsoftware zu beseitigen. In den meisten Fällen wird dieses Versprechen nicht gehalten, denn Kinder mit LRS oder Legasthenie haben ganz spezielle Bedürfnisse. Auf diese muss eine Software abgestimmt sein, um Erfolge zu erzielen und die Lese-Rechtschreib-Leistungen des betroffenen Kindes wirklich zu verbessern. Aber wie können Eltern erkennen, ob das der Fall ist oder nicht? Wie lässt sich seriöse Software erkennen? Als generelle Orientierung kann gelten: Je individueller ein Programm auf den Lernstand und die Bedürfnisse des Nutzers eingeht, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass es sich um eine seriöse Software handelt.

Unbedingt erforderlich: ein Eingangstest

Eine Software, die ins Blaue hinein fördert und wahllos Rechtschreibübungen aneinanderreiht, ist für Legastheniker keine Hilfe. Kinder und Jugendliche mit Legasthenie beziehungsweise auch erwachsene Legastheniker haben bestimmte Lernschritte des Schriftspracherwerbs nicht oder nicht richtig durchlaufen. Diese müssen systematisch nachgeholt werden. Dafür ist es zunächst erforderlich, zu bestimmen, in welchen Bereichen der Betroffene Schwierigkeiten hat. Dazu nutzen die LOS den diagnostischen Rechtschreibtest schreib.on als Eingangstest, um den Lernstand zu ermitteln. Eine anschließende Förderung – vor Ort oder mit einer Software – muss sich an den Ergebnissen eines Eingangstests orientieren, um effizient zu sein. Legastheniker benötigen eine individuelle Förderung, keine Lese-Rechtschreib-Programme "von der Stange".

Ein pädagogisches Konzept?

Die zweite Bedingung für eine wirksame Software ist, dass sie nach einem pädagogischen Konzept arbeitet. Das bedeutet, dass sie Betroffene dabei unterstützt, Rechtschreibstrategien zu entwickeln und diese zu automatisieren beziehungsweise „einzuschleifen“. Eine LRS-Software kann auf diese Weise ergänzend zu einer Förderung vor Ort oder eigenständig zum Einsatz kommen. Seriöse Anbieter werden angeben, nach welchem pädagogischen Konzept ihr Programm arbeitet. Im Fall der LOS-Methode gibt es sogar Studien dazu, die die Wirksamkeit der Fördermethode belegen. Eltern sollten im Zweifelsfall beim Anbieter nachfragen und ihn um weitere Informationen bitten, um ihr Geld nicht für etwas auszugeben, das letztlich nicht den gewünschten Effekt erzielt.

In der Praxis bedeutet ein pädagogisches Konzept auch, dass die Software strukturiert vorgeht und beispielsweise einen an den Leistungsstand des jeweiligen Kindes angepassten Wortschatz aufweist. Die Inhalte von Lernprogrammen dürfen nicht nach dem aktuellen Unterrichtsstoff in der Schule zusammengestellt werden, sondern müssen nach einem theoretischen Konzept, zum Beispiel dem Schriftspracherwerbsmodell, aufgebaut sein. 

Konzentration auf das Wesentliche

Kinder und Jugendliche mit LRS oder Legasthenie benötigen eine klare Struktur. Insbesondere wenn Konzentrationsschwierigkeiten wie ADS oder ADHS hinzukommen, ist diese sehr wichtig. Programme, die über zahlreiche bewegte Bilder und Animationen verfügen, sind bei Legasthenie und/oder ADHS nicht geeignet, weil sie vom Wesentlichen ablenken. Auf den ersten Blick mögen solche Programme ansprechender wirken. Für Kinder und Jugendliche ist es jedoch schwierig, sich auf das eigentliche Ziel, nämlich das Üben beziehungsweise das Training im Bereich der Rechtschreibung zu fokussieren. 

Software im LOS

Die Software, die im Rahmen der Förderung in den LOS zum Einsatz kommt, ist optimal auf die Bedürfnisse eines Legasthenikers abgestimmt. Sie orientiert sich an den individuellen Bedürfnissen des Nutzers, ist adaptiv und benutzerfreundlich. Die Pädagogen der LOS haben zu jeder Zeit die Möglichkeit, die Arbeit der Schüler mit dem Programm zu überprüfen und ihnen beziehungsweise den Eltern entsprechende Rückmeldung zu geben. So ergibt sich ein pädagogisch sinnvoller Einsatz der Software, der zu einer deutlich besseren Lese- und Rechtschreibleistung führt.