Frühförderung für den richtigen Start ins Lesen- und Schreibenlernen

Frühförderung für den richtigen Start ins Lesen- und Schreibenlernen

Eltern sollten, wenn sie sich um ihr Vorschulkind Sorgen machen, nicht zögern und sich in einer außerschulischen Fördereinrichtung beraten lassen. Es gibt auch schon für Kinder im Vorschulalter Tests, mit denen sich die Lernvoraussetzungen ermitteln lassen, sowie im LOS gezielte Fördermöglichkeiten für den erfolgreichen Schulstart.

Dass Eltern bereits im Kindergarten und Vorschulalter auf bestimmte Warnsignale achten, ist vernünftig. Denn manches kann auf mögliche spätere Schwierigkeiten im Lesen und Schreiben hinweisen. In der Zeit vor Schulbeginn erlernen die meisten Kinder das mündliche Sprechen gleichsam von allein in ihrer sprachlichen Umgebung. Allmählich und schrittweise erfassen sie Zusammenhänge zwischen gesprochener und geschriebener Sprache.
Bei einigen Kindern verzögert sich die sprachliche Entwicklung. So vermag ein Kind vorgesprochene Wörter nicht korrekt nachzusprechen oder ähnlich lautende Wörter mit unterschiedlicher Bedeutung nicht sicher zu unterscheiden. Manchmal erwächst die Sorge der Eltern aus dem Eindruck, dass sie bei dem jüngeren Kind ähnliche Anzeichen festzustellen glauben wie früher bei dem Kind, das sich nun in der Schule mit Lese-Rechtschreibschwierigkeiten abplagen muss.

>> Wie erkenne ich Probleme?

Frühzeitig testen lassen

Im Zweifelsfall sollten Eltern nicht zögern und sich von Spezialisten im LOS beraten lassen. Es gibt auch für Kinder im Vorschulalter besondere Tests, mit denen sich die notwendigen Lernvoraussetzungen ermitteln lassen, um diese gezielt zu verbessern. Schwerwiegenden Lese- und Schreibproblemen kann man so frühzeitig vorbeugen.

>> Soll ich nicht erst mal abwarten?

Der Schulstart muss gelingen

Der Schulstart ist im Leben von Kindern einer der wichtigsten Übergänge, und sie sehen ihm meist mit Vorfreude und hoher Motivation entgegen. Schulerfolge, insbesondere zu Beginn der Schulzeit, bilden die Voraussetzung, um die Lernmotivation dauerhaft zu erhalten. Zudem können früh entstandene Wissens- und Kompetenzlücken oft nicht mehr vollständig oder nur mit großen Anstrengungen geschlossen werden. Deshalb legt ein gelungener Schulstart den Grundstein für eine erfolgreiche Schulkarriere.
Zu den Kompetenzbereichen, die aus schulischer Sicht als grundlegende Voraussetzung für den Eintritt in die Grundschule gelten, zählen unter anderem: Motorik, Wahrnehmung, soziale und personale Kompetenz, Umgang mit Aufgaben, Mathematik und Sprache. Einen großen Teil dieser Fähigkeiten und Fertigkeiten vermittelt eine gute Kita in integrativer Form. Manche Kompetenzen können jedoch nur durch einen gezielten Förderunterricht vermittelt werden.

Schwerpunkt Vorschulförderung

Die Frühförderung muss zum Ziel haben, Kinder auf die Anforderungen der Grundschule vorzubereiten und sie im ersten Schuljahr zu begleiten. Idealerweise besteht eine Frühförderung im LOS aus einer vorschulischen Förderung, die ein Jahr vor dem Einschulungstermin beginnen sollte, und einer Schulstartbegleitung im ersten Schuljahr.
Schwerpunkt der Vorschulförderung ist die Stärkung aller für den Schulerfolg relevanten Aspekte der Sprachkompetenz und das Heranführen an die in der Schule gesprochene „Bildungssprache“. Zusätzlich werden die kognitiven und sozialen Voraussetzungen trainiert. Dazu zählt die Vorläuferkompetenz in Mathematik sowie das Vertraut machen mit schulischen Arbeitsformen und -rhythmen.
Nach dem Schulstart kann die vorschulische Förderung durch schriftsprachliche Übungen aus allen Fächern sukzessiv ergänzt werden. Neben der Förderung der Kinder sollten auch Eltern auf die Anforderung des Schulstarts vorbereitet werden. In Elternseminaren wird ihnen gezeigt, wie sie ihr Kind optimal unterstützen können, ohne die familiären Beziehungen zu überlasten. Eine Basisdiagnostik für das Vorschulalter wird im LOS durchgeführt. Anschließend können die Kinder im LOS auf den Schulstart vorbereitet und im ersten Schuljahr begleitet werden.